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Donnerstag, 30. Juli 2009

Tirol isch lei oans

Was haben Tirol und Südtirol gemeinsam? Zuerst sehr viele Einwohner - vor allem in Südtirol - die finden, das die Länder eigentlich noch zusammengehören. Und dann erkennt man am Dialekt, dass da ein Zusammenhang besteht. Nicht überall, aber grundsätzlich doch. Und - es ist ja wirklich so, dass die beiden Länder einmal eins waren. Irgendwann gehörte Tirol dem östereichisch-ungarischen Kaiserreich an und erstreckte sich bis hinab ins Trentino. Nach dem ersten Weltkrieg kam es zur Entscheidung, dass das Ländchen Südtirol nun zu Italien gehören sollte. Die sogenannte "Italianisierung" danach war ein Horror für die Menschen und dieser Horror wurde über Generationen hinweg weitergegeben. Die deutschsprachigen Menschen wurden dazu animiert, ins Ausland auszuwandern. Im Gegenzug wurden sehr viele italienischsprachige Menschen in Südtirol angesiedelt. Meiner Meinung nach ein respektloser Umgang mit beiden Sprachgruppen.
Also zum Unterschied der beiden Länder kann man außer der Staatszugehörigkeit doch eines sagen: Südtirol hat eine Geschichte, die sicher mehr verletzte Gemüter entstehen ließ als es sie in Nord-und Osttirol gibt. Urlaub tut denen sicher besonders gut.

Dienstag, 9. Juni 2009

Sommerfeeling in Südtirol



Es ist (fast) schon so richtig Sommer und alle wollen nur mehr in den Urlaub... und jene, die nicht in den Urlaub gehen oder sich die Arbeitswoche irgendwie versüßen möchten, suchen ebenfalls nach Gelegenheiten, um zumindest für ein paar Stunden dem Alltag zu entfliehen und Urlaubs-Atmosphäre zu geniessen. Dazu hat man auch in der Kurstadt Meran die Möglichkeit, und zwar am Thermenplatz, wo in diesem Jahr erstmals jeweils dienstags und donnerstags Live-Konzerte stattfinden. "Terme Merano Music and More" ist die Devise bei diesen Sommerevents. Ja, Meran hat (nicht nur aber ganz besonders) im Sommer so richtig was zu bieten. Dazu kommen noch die Gartennächte in den botanischen Gärten von Schloss Trauttmansdorff, das Strassenkünstlerfestival Asfaltart und noch viele Veranstaltungen mehr. Nicht schlecht, also langweilig wird uns in der Kurstadt gewiss nicht. Auch andere Städte bieten im Sommer ein reichhaltiges Abendangebot: in Brixen gibt es z.B. wieder die Sommer-Emotionen, jeweils donnerstags, und in Sterzing werden wohl wieder mittwochs die Laternenparties stattfinden. Und noch hervorzuheben ist natürlich der Tanzsommer in Bozen, der Landeshauptstadt. Tja, wie will man das alles schaffen... =) Möglichkeiten, um sich im Sommer in Südtirol zu amüsieren gibt es jedenfalls genug, wie ihr seht...

Mittwoch, 20. Mai 2009

Schneeakkumulation auf Gletschern in Südtirol


Na also. Bisher war man immer besorgt über die Gletscherschmelze, die durch die Klimaerwärmung doch jedes Jahr wieder ein wenig mehr vom Eis verschwinden ließ.
2009 ist einmal etwas anders. Durch die wirklich langen und starken Schneefälle überall im Land haben sich beträchtliche Schneehöhen angesammelt. Am meisten sieht man davon natürlich im Ultental, das übrigens diesen Winter einige Zeit lang von der Außenwelt abgeschnitten war. Meterweise Schnee machten ein Befahren der Straße unmöglich. Am Weissbrunnferner hinten im Ultental fand man von drei bis fünf Metern Höhen an Schnee. Auch auf dem Langenferner in Martell fand man ähnlich große Mengen, ebenso in Ridnaun auf dem Übeltal und dem Hangenden Ferner. In Richtung Osten, also auf der westlichen Seite des Rieserferner im Ahrntal befand sich weit weniger Schnee. Naja, die Tiefs kamen ja fast immer aus dem Süden. Drei Meter nur – ich denke, das reicht auch. Am Weissbrunnferner misst man diese Daten schon seit 23 Jahren. Die Ansammlung von Schnee übertraf die durchschnittlichen Werte um 60%. Ich denke, das gleicht bescheidenere Werte der letzten Jahre wunderbar aus.Auch im Schnalstal ist die Sommersaison gerettet. Wie kam ich auf diese Gedankengänge? Ah ja, das Wort „Schneeakkumulation“ hat mich so beeindruckt. Soviel dazu :-)!

Donnerstag, 15. Januar 2009

Andreas Hofer und seine Schriften



Das Gedenkjahr ist die beste Gelegenheit dazu, die gesamten Briefe, Rundschreiben, Aufrufe und Notizen des Tiroler „Freiheitskämpfers“ zu sammeln und sich näher mit der Person Andreas Hofers zu befassen. Andreas Hofer, ein Wirt aus dem Passeiertal, war der bekannteste und wahrscheinlich auch leidenschaftlichste Anführer der „einheimischen Truppen“in Tirol, der sogar dreimal den Sieg gegen die Truppen Napoleons erzielte. Seine sehr religiöse Art, die Männer zu führen war auch der Grund für das Abkommen mit Gott, bei einem Sieg jedes Jahr die Feuer zu Ehren des Herzen Jesu zu entfachen. Heute noch wird diese Tradition sehr gerne aufrecht erhalten und sorgt so in Südtirol für einen Festtag mehr im Jahr.
Der Name des Mannes, der in der letzten Zeit in den Unterlagen Andreas Hofers gestöbert und die Welt des Mannes in einem Buch festgehalten hat, ist – Nomen est Omen – Andreas Oberhofer. Das Buch trägt den Namen „Weltbild eines 'Helden'“ und bietet Einblick in die Gedankenwelt des Tiroler „Heerführers“. Heute Abend wird das Buch im Waltherhaus in Bozen vom Autor und dem Südtiroler Kulturinstitut offiziell vorgestellt werden.
Und das ganze Jahr über wird es immer wieder Aktionen geben, die auch Andreas Hofer gewidmet sein werden.

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Riesenslalom in La Villa


Der Alpine Skisport wird in Österreich auch als Riesentorlauf bezeichnet, ist also dasselbe unter anderem Namen. Hier sind die zu umfahrenden Tore so gesetzt, dass ein andauernder Richtungswechsel erfolgt. Doch stehen die zwei Doppelstäbe weit genug auseinander, dass der Skifahrer flüssig dahingleiten kann. Die Zeiten von zwei Läufen werden addiert.
Im Gegensatz zu den Slalomfahrern sind die Riesenslalomfahrer schneller, da sie weniger Tore zu bewältigen haben. Die Ski der RSfahrer sind länger und steifer als jene der Sfahrer, die Tore weniger fest im Schnee verankert als jene im Slalom.Der Abstand bei den Toren beträgt bei Männern 27 m und bei Frauen 23 m.
Und die Herren fahren ihren Weltcup 2008 in drei Tagen in Alta Badia. Die „Gran Risa“ Piste in La Villa wird der Ort des Geschehens sein. Sie soll eine der schönsten Pisten der Weltcup Wettbewerbe sein und hat mit 448 Metern Höhenunterschied auf 1.255 m Länge Einiges zu bieten. Bei einer maximalen Neigung von 53% kommt auch relativ viel Schwung in die Sache. Das passt perfekt zu den vielen Rahmenveranstaltungen, die den Riesenslalom der Herren begleiten.
Ah ja, die Slalomfahrer sind am 22. Dezember an der Reihe.

Hotel Alta Badia

Dienstag, 9. Dezember 2008

Mann des Ausgleichs und des Dialogs wird Bischof

Diözese Bozen/Brixen. Südtirols Bischof Willhelm Egger verstarb unerwartet im August 2008 und hinterlies fassungslose Menschen, die sich erst mit der neuen Situation abfinden mussten. Nun wurde der neue Bischof gewählt und vom Papst höchstpersönlich ernannt. Karl Golser ist sein Name, er stammt aus Tscherms und er ist als Moraltheologe im Lande wohl bekannt. Außerdem ist ihm der Umweltschutz ein sehr großes Anliegen. Die meisten Menschen sind erfreut über das Ergebnis der Wahl des Papstes. Landeshauptmann Luis Durnwalder bezeichnet den Mann als „hochintelligent und einen Mann des Ausgleichs und Dialogs“. Er kenne die Situation Südtirols und sei ein Mann, der auf die Menschen zugehe. Rechtzeitig zu Weihnachten wird nun der Bischofssitz in Brixen und Bozen wieder von einem kirchlichen Oberhaupt unseres Landes bewohnt. Sein Motto für die Zeit, in der er das Kirchenoberhaupt im Lande ist: „Christus und Friede“ (aus dem Epheserbrief). Irgendwie passt diese Aktion auch in die Zeit des Advents und der Weihnachtsmärkte, wo ja eigentlich Ruhe und Besinnung auf dem Tagesplan stehen sollten. Wer in Brixen die gesamte Atmosphäre genießen will, der kann sich ja hier umsehen: Südtirol Hotel



Montag, 24. November 2008

Schnee im November


Also das hatten wir schon lange nicht mehr in dieser ausgiebigen Form. Der Schnee und mit ihm die winterliche Kälte hat uns am vergangenen Wochenende überrascht. Vor allem jene Menschen im Überetsch und Unterland, die frühe Schneefälle im November nicht gewohnt sind. Und es war gut, dass am Samstag die ersten Flocken fielen. Denn so konnten wir alle erst mal in Ruhe die Stille genießen, die so ein schneebedecktes Dorf ausstrahlt. So konnten wir uns auch auf den Montag und die Fahrt zur Arbeit vorbereiten, die, wie ich heute bestätigt fand, sehr abenteuerlich war. Denn nach einem Tag Pause hat es letzte Nacht schon wieder zu schneien begonnen. Rutschige Straßen, Temperaturen unter null und die vielen Schneeflocken machten die Autofahrer unruhig. Jeder fuhr oder rutschte langsam und war so entsprechend lange unterwegs.
Die Organisatoren auf Kronplatz und Co. im Pustertal, auf der Seiser Alm, im Schnalstal, am Ortler im Vinschgau und allen anderen Skigebieten werden sich freuen. Jetzt passt auch die Landschaft zu den Pisten und die Lust auf Rodeln und Skifahren kommt so bei den Menschen ganz von alleine.

Donnerstag, 25. September 2008

Die Edelkastanie und Südtirol


Edelkastanien am Baum

Die Edelkastanie ist eine sehr gesunde Frucht, die dem meist eher säurefördernden Essen, das wir zu uns nehmen mit basischen Inhaltsstoffen entgegenwirkt. Ein ausgeglichener Säure-Basenhaushalt im Körper stärkt den Menschen und fördert seine Gesundheit. Leider sind unsere Ernährungsgewohnheiten meist nicht unbedingt auf dieses Gleichgewicht zugeschnitten. Es sei denn, man bereitet jeden Tag bewusst sein Essen zu. Fett, manche säurehaltigen Früchte, Weißmehl, Süßes, Fleisch und Vieles mehr sorgen schon dafür, dass die Säure im Überfluss in den Körper gelangt. Da ist es doch wunderbar, wenn die (dem entgegenwirkenden) basischen Nahrungsmittel nicht nur gesund sind, sondern auch schmecken.
Die Edelkastanie, ob gebraten oder gekocht, ist so ein Schmankerl. Ab Oktober, in frühen Jahren auch ab Mitte September kann man in den Mischwäldern Südtirols nach den igeligen Hüllen der Edelkastanie suchen und den Inhalt mit nach Hause nehmen. Auch im Burggrafenamt wird man fündig. Da wird dann das Törggelen, ob zu Hause oder mit Freunden, zum gesamtheitlichen Erlebnis. Wandern, suchen, finden, kochen, braten und genießen. Dazu guter Wein und vielleicht ein wenig vom Neuen, dem Most, der sich in der Gegend rund um Meran auch "Suser" nennt, und die Mahlzeit ist perfekt. Tun wir etwas für unseren basischen Ausgleich ;-). Es lohnt sich!

Montag, 15. September 2008

Die „Lange Nacht der Museen“ vor allem bei Meran und im Pustertal



Am 20. September 2008 wird die „Lange Nacht der Museen“ wieder eine sehr interessante Möglichkeit bieten, das Wochenende, vor allem den Samstag Abend, zu gestalten. Eigene Führungen und Veranstaltungen bieten den Besuchern eine spannende halbe Nacht und auch Kinder dürfen an manchen Orten ihren Forscherdrang sehr intensiv ausleben.
So werden im Museum Passeier in St. Leonhard im Passeiertal, in dem sich alles um den ehemaligen tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer dreht, Hexengeschichten unter dem Titel „Hexengeflüster“ (ab 20 Uhr) erzählt. Im folgenden Schmink- und Bastelwettbewerb dürfen die Kinder selbst zu Hauptdarstellern der Geschichten werden.
Den „Großen“ wird das Loden Walken und das Schmiedehandwerk nahe gebracht und außerdem besondere Führungen angeboten.
In Meran ist das Stadtmuseum im Roten Adler im Rennweg als eines der ältesten Südtirols an diesem Abend geöffnet. Gotische Skulpturen, barocke Gemälde und die Volkskunst aus dem 19. und 20. Jahrhundert sind ein Teil des Angebots im Haus. Die Sonderausstellung „Alltag im Vergleich – früher und jetzt“ mit Gegenständen für den Alltag einst und im 21. Jahrhundert, wurde gemeinsam mit den Meraner Kaufleuten organisiert und bietet noch mehr Abwechslung und Impulse für die Museumsbesucher.
In der Kurstadt haben natürlich die Landesfürstliche Burg und das Frauenmuseum auch an diesem Abend ihre Türen geöffnet. Letzteres wird mit einem Abend über Frauenliteratur seinem Namen gerecht werden. Das Weinmuseum Schloss Rametz und das Touriseum in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff beteiligen sich ebenfalls an der besonderen Aktion.
Logisch ist auch das Peter Mitterhofer Museum in Partschins mit dabei. Sogar mit einer „Theatralischen Weinverkostung“ zu Ehren des Geburtstags des südtiroler Erfinders.
Und das St. Prokulus-Museum in Naturns wird 1500 Jahre Geschichte in seiner Umgebung präsentieren. In Dorf Tirol wird Schloss Tirol seine Herrlichkeiten preisgeben und eine Veranstaltung mit prominenten Gästen zu Ehren des Kunsthistorikers und Denkmalpflegers Probst Josef Weingartner organisieren.
Im Pustertal werden das Stadtmuseum Bruneck, das Museum des Stifts Innichen, die Burg Taufers, das Bergbaumuseum im Kornkasten Steinhaus und das Schaubergwerk Prettau für die lange Nacht der Museen offen stehen. Da bleibt uns nur noch die Wahl!

Mittwoch, 20. August 2008

Südtirol: My Familypass



Familien hergelesen! Auch in Südtirol schwindet die Kaufkraft enorm. Familien müssen sehen, wie sie mit ihrem Budget bis Monatsende zurechtkommen. Zwar hilft die Provinz bei der Aufstockung des Inhalts der Brieftasche der Eltern etwas nach, wer sich aber aufmerksam umhört, kann aus verschiedenen Angeboten noch mehr für sich und die Seinen herausholen. "My Familypass" ist eine Initiative des Katholischen Familienverbandes (kfb) und wird vom Land Südtirol und einer Bank unterstützt. Laut einer Umfrage der Monatszeitschrift "Die Weinstrasse" beschweren sich Geschäftsinhaber in Eppan, Kaltern, Auer und Neumarkt aber noch über den geringen Bekanntheitsgrad der Aktion Familypass. Mehr darüber...